Schwarzwald

Im Land der Wassermühlen, Tannenwälder und Bollenhüte

Als „Svarzwald“ wurde er im Jahr 868 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Schon damals trug der Schwarzwald seinen Namen zu Recht: Dunkle Wälder, in denen Erdgeister hausen, nebelumhangene Hügelketten, wildromantische Schluchten, in die kaum ein Sonnenstrahl dringt. Doch das ist nur die eine Seite des Schwarzwaldes. Zu seinem unverwechselbaren Bild gehören genauso die hellgrünen Wiesen, die immer wieder das Tannengrün durchbrechen, die lauschigen Flusstäler und die hübschen Dörfer und Städte mit ihren bunten, blumengeschmückten Marktplätzen.

Geologisch wird Deutschlands höchstes und waldreichstes Mittelgebirge in drei Regionen aufgeteilt: In den Norden bis zur Linie Oberkirch – Alpirsbach, in den Mittelschwarzwald bis Freiburg und in den Süden. Seine Gesamtlänge beträgt 160 Kilometer, im Norden ist der Schwarzwald nur 30 Kilometer breit, im Süden hingegen 60 Kilometer. Seine höchste Erhebung ist mit 1.493 Metern der Feldberg.

Das bekannteste deutsche Mittelgebirge wurde erst spät erschlossen. Über viele Jahrhunderte waren in den Wäldern nur Bergleute, Holzfäller und Köhler tätig. In den tieferen Tallagen erwarben die Bewohner mit Landwirtschaft und Viehzucht, mit der Verhüttung von Erzen und der Verarbeitung von Holz ihren Lebensunterhalt. In den wildreichen Wäldern jagten die adeligen Herrschaften, die in den Burgen am Schwarzwaldrand wohnten.

 

Das änderte sich im 19. Jahrhundert, als der Schwarzwald als Erholungsgebiet entdeckt wurde. Ein dichtes Netz von Straßen, Eisenbahnstrecken und Wanderwegen erschloss die Region. An den Heilquellen entstanden Kurorte.

 

Die größte Ausdehnung des Schwarzwaldes beträgt rund 160 Kilometer in Nord-Süd-Richtung. Während im Norden und in der Mitte Höhen bis rund 1100 Meter ü.d.M. erreicht werden, steigen sie im Süden auf fast 1500 Meter ü.d.M. an. Seinen Namen erhielt das Mittelgebirge durch die Tannen und Fichten, die den Höhenzug aus der Ferne dunkel erscheinen lassen. An bedeckten und nebeligen Tagen herrscht eine düstere Atmosphäre. So entstand eine Fülle von Sagen und Legenden.

 

Nördlicher Schwarzwald

Der nördliche Schwarzwald erstreckt sich zwischen dem breiten Tal des Oberrheins und dem schmalen Nagoldtal mit seinen umliegenden Bergen. Die Landschaft steigt von ca. 100 Metern im Rheintal bis auf rund 1100 Meter ü.d.M. an.

In den unteren Lagen sind artenreiche Mischwälder anzutreffen. In den höheren Gebieten herrschen die dunkelgrünen Tannen und Fichten vor. Das Land wird von tiefen Tälern durchzogen, die sich an einigen Stellen zu Schluchten verengen.

 

 

Mittlerer Schwarzwald

Der Mittlere Schwarzwald erstreckt sich in seinem westlichen Teil von den Weinbergen der Ortenau in die Täler von Kinzig und ihrer Nebenflüsse, im östlichen Teil im Tal des noch jungen Neckar.

Weite Gebiete sind bedeckt von den scheinbar unendlichen Wäldern. Die sprudelnden Quellen mit kristallklarem Gebirgswasser vereinen sich zu Wildbächen, die an einigen Stellen über Wasserfälle in das Tal stürzen und sich zu Flüssen vereinen. Die Dörfer und Städte blicken auf eine teilweise sehr lange Geschichte zurück. Einzeln stehen die typischen Bauernhöfe mit ihren tief heruntergezogenen Dächern.

  

Südlicher Schwarzwald

Die alte Universitätsstadt Freiburg wird als Schwarzwaldmetropole bezeichnet. Hauptanziehungspunkt ist das 153 Meter hohe Münster. Der filigrane Turm gilt bei Kunstkennern als der schönste Kirchturm der Welt. Der 1493 Meter ü.d.M. hohe, baumlose Feldberg ist die höchste Erhebung des Schwarzwaldes. Er wird von weiten Nadelwäldern umgeben. In der schneefreien Zeit ist er ein beliebtes Wanderziel. Auch der berühmte Westweg erreicht vom nördlichen und mittleren Schwarzwald her den Gipfel. Er führt in südlicher Richtung weiter zum 1414 Meter ü.d.M. hohen Belchen und endet schließlich in Basel.

Die bekanntesten Seen im südlichen Schwarzwald sind der Schluchsee und der Titisee. In den Sommermonaten kann man auf den Wasserflächen segeln, surfen und rudern. Bequemer ist die Fahrt mit einem Passagierschiff. Naturfreunde schätzen eher die Ruhe am Windfällweiher und Feldsee. In den Wintermonaten verwandeln sich einige der Seen in riesige Eisflächen.

   

Motorrad-Museen

Fahrzeug-Museum Marxzell, Wolfgang Reichert, 76359 Marxzell Seit 1968 zeigt Wolfgang Reichert alte Schätzchen im rustikalen Ambiente eines Schwarzwaldhofes. www.fahrzeugmuseum-marxzell.de

 

Motorradtreffs 

Grafenhausen-Rothaus: Schwarzwald-Hotel und –Brauerei Rothaus

Nagoldtalsperre: Ausflugsgaststätte Seeheiner

Bühl/Unterstmatt: Gaststätte Große Tanne